Europa hilft Schule machen

Nach Europa gucken und da, wo andere etwas besser machen, von Europa lernen. Dazu rief Europaabgeordnete Birgit Sippel am Mittwoch bei der Neuenrader SPD auf.Die Sozialdemokraten hatten ihre Genossin aus dem NRW-Parteipräsidium eingeladen, um unter anderem über Bildungspolitik zu sprechen und darüber, ob EU-Aktivitäten auch etwas bringen für Neuenrades neue Gemeinschaftsschule und ihre Schüler und Lehrer.Möglich ist das, berichtete die Parlamentarierin. Es gäbe mittlerweile europäische Bildungsprogramme für Lehrer und Schüler. Die und den damit verbundenen europäischen Austausch zu nutzen, eröffne gerade für Schüler eine „tolle Motivation“. Noch sind die Angebote kein Renner. Im Märkischen Kreis würden die Berufskollegs in Menden und Lüdenscheid sowie eine Grundschule und ein Gymnasium in Iserlohn das Angebot nutzen. Problem: Die Programme stehen im Ruf schwierig zu beantragen zu sein. Diejenigen, die es beantragt haben, berichteten von positiven Erfahrungen, so Sippel. Die Europapolitikerin spricht sich dafür aus, dass bei der Beantragung interessierte Schulen zusammenarbeiten.

In den Schulen des Landes hat Sippel die Verbesserung einer zukunftsorientierten Ausbildung im Blick. Mit der Gemeinschaftsschule, wie sie in Neuenrade eingeführt wird, sei man auf einem guten Weg, so Sippel mit Hinweis auf bislang schlechte deutsche Ergebnisse bei europäischen Vergleichsstudien. „Deutschland ist das einzige Land in Europa, wo im 4. Schuljahr bereits sortiert wird“, in allen anderen Ländern haben die Schüler länger gemeinsam Unterricht. Auch beim Ganztagsunterricht seien andere Länder weiter als Deutschland, zum Beispiel in Frankreich und in den skandinavischen Ländern.