Ueber die Anfrage der SPD- Fraktion
WR. vom 23.12.06
Neuenrade. (eT) Die Parkbucht vor dem Copy-Center im Mühlendorf sollte bleiben, die Lohgerber-Gasse keine Einbahnstraße werden und das Rechtsabbiegen von der B229 in die Lange Gasse nicht mittels "grünem Pfeil" beschleunigt werden.
Diese Antworten bekam die SPD auf ihre "Anfrage zur Verkehrssituation im Mühlendorf". Sabine Rogoli, Abteilungsleiterin im Ordnungsamt, beantwortete die Anfrage am Montag im Rat schriftlich. Die Parkbucht vor dem Copy-Shop südlich zu verlegen sei nicht möglich, weil das den Gehweg zu sehr verengen würde. Zudem sei der Verbleib der Parkbucht beim Ausbau der Kreuzung B229-Mühlendorf zugesagt worden. Bürgermeister Klaus Peter Sasse wies darauf hin, dass er auch bei den Gewerbetreibenden an der Ecke Mühlendorf im Wort stehe. Von denen habe er die Zustimmung zum Linksabbiegeverbot am Stadtgarten nur mit der Zusage erhalten, die bestehende Parkbucht zu belassen. An der Vereinbarung würde er ungern etwas ändern.
Zudem war angefragt worden, ob es dem Verkehrsfluss förderlich sei, wenn die Lohgerbergasse in Richtung Mühlendorf zur Einbahnstraße wird bzw. welche Argumente dagegen sprechen?
Eine gravierende Beeinflussung des Verkehrsflusses durch ein- und ausfahrende Fahrzeuge in die Lohgerbergasse könne im Mühlendorf nicht beobachtet werden, so Rogoli in ihrer Antwort. Allerdings würde eine Einbahnregelung die Zufahrt zu den Parkplätzen Am Wall gegenüber der Volksbank erschweren, zumal die Zufahrtsmöglichkeit neben dem Firmengebäude Vaterland "ab und zu erheblich negativ beeinflusst wird".
Die Frage, wie sich an der vorgelagerten Ampel auf der B229 ein "Grüner Pfeil" für Rechtsabbieger in die Lange Gasse auf den Verkehrsfluss auswirkt, beurteilt Rogoli kritisch. Da keine Abbiegespur vorhanden sei, ergebe sich nur wenig verbesserter Verkehrsfluss. Statt dessen seien bei der Einfahrt in die Lange Gasse "Konfliktpunkte" zwischen Links- und Rechtsabbiegern zu befürchten.
| < Zurück |
|---|
Wollen Sie sich Informieren ?
Hier gibt es mehr ...
100 Jahre SPD
1910: Gründung der SPD in Neuenrade. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Partei mit langer Geschichte und guten Traditionen auch in Neuenrade. Schon seit 1910 wirken hier Männer und Frauen der SPD für Demokratie und sozialen Fortschritt.
Handwerksgesellen, die auf ihrer Wanderung durch Deutschland in Neuenrade ansässig geworden waren,gründeten 1910 die SPD Neuenrade. Dies waren Zimmermann Fritz Beys, Schreiner Fritz Korte, Zimmermann Wilhelm Berg und der Bäcker Wilhelm Klüppelberg. Die Partei zählte bei Ausbruch des 1. Weltkieges im Jahre 1914 schon 17 Mitglieder. Das war beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Stadt Neuenrade zu der damaligen Zeit knapp 2.000 Einwohner zählte. 1920 zog Fritz Beys mit 4 weiteren Sozialdemokraten in das Stadtparlament ein. Zu dieser Zeit wusste er bereits eine gut organisierte Partei hinter sich. 1924 wurde mit Wilhelm Becker (Platten Wilhelm) erstmals ein SPD Politiker Gemeindevorsteher.Unter seiner Leitung wurde 1928 erstmalig eine Abwasserkanalisation verlegt. Auch verschwand das alte Kopfsteinpfl aster auf der Ersten Straße und es wurde ein richtiger Bürgersteig angelegt. Wilhelm Becker erhielt dafür von den Bürgern den Spitznamen Platten Wilhelm .



