Drei informative Tage,
hatte die SPD Fahrt in Trier und Luxemburg .
Auf dem Programm standen am 1. Tag die Stadtbesichtigung und das Karl Marx Museum der ältesten deutschen Stadt. AUGUSTA TREVERORUM, das spätere Trier, wurde um 16 v. Chr. von den Römern unter Kaiser Augustus in der Nähe eines Stammesheiligtums der keltischen Treverer gegründet. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts machte Kaiser Diokletian die jetzt TREVERIS genannte Stadt zur römischen Kaiserresidenz und Hauptstadt des weströmischen Teilreiches. Aus dieser Zeit stammen viele historische Bauwerke, wie die mächtige Porta Nigra , die Römerbrücke , die Basilika oder die Kaiserthermen , um nur einige zu nennen .
Der Stadtbesichtigung in Luxemburg am zweiten Tag ( siehe Extra Bericht) folgten Gespräche im Generalsekretariat des Europäischen Parlamentes. Diese wurden von den Themen über die Dienstleistungsrichtlinie und die Grundwasserrichtlinie bestimmt.
An Soldatenfriedhöfen vorbei fuhren die Gruppe zur Besichtigung des SS-Sonderlagers KZ Hinzert. Das Lager diente u.a. als Durchgangslager für Häftlinge in andere KZ und als "Arbeitserziehungslager". Hier wurden im 2. Weltkrieg an 120 luxemburgische Widerstandskämpfer und sowjetischen Kriegsgefangenen Massenmorde verübt . Den Teilnehmern wurden durch den Besuch deutlich , das durch die Europäischen Zusammenarbeit seit 61 Jahren Frieden herrscht .
Die Fahrt nach Trier und Luxemburg klang mit dem Besuch des Amphitheaters , Triers ältester noch sichtbarer Römerbau aus der Zeit um 100 n. Chr. und einer Moselrundfahrt am dritten Tag aus. Der Organisator der Fahrt Horst Hiller sagte „ die dritte Fahrt zu den Europäischen Institutionen wird nicht unser letzte gewesen sein „. Für nächstes Jahr aber ,verriet er schon mal , gibt es Planungen die in den Osten führen“. Die Teilnehmer verabschiedeten sich mit dem Satz „Bei der nächsten Fahrt sehen wir uns alle wieder“.
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100 Jahre SPD
1910: Gründung der SPD in Neuenrade. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Partei mit langer Geschichte und guten Traditionen auch in Neuenrade. Schon seit 1910 wirken hier Männer und Frauen der SPD für Demokratie und sozialen Fortschritt.
Handwerksgesellen, die auf ihrer Wanderung durch Deutschland in Neuenrade ansässig geworden waren,gründeten 1910 die SPD Neuenrade. Dies waren Zimmermann Fritz Beys, Schreiner Fritz Korte, Zimmermann Wilhelm Berg und der Bäcker Wilhelm Klüppelberg. Die Partei zählte bei Ausbruch des 1. Weltkieges im Jahre 1914 schon 17 Mitglieder. Das war beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Stadt Neuenrade zu der damaligen Zeit knapp 2.000 Einwohner zählte. 1920 zog Fritz Beys mit 4 weiteren Sozialdemokraten in das Stadtparlament ein. Zu dieser Zeit wusste er bereits eine gut organisierte Partei hinter sich. 1924 wurde mit Wilhelm Becker (Platten Wilhelm) erstmals ein SPD Politiker Gemeindevorsteher.Unter seiner Leitung wurde 1928 erstmalig eine Abwasserkanalisation verlegt. Auch verschwand das alte Kopfsteinpfl aster auf der Ersten Straße und es wurde ein richtiger Bürgersteig angelegt. Wilhelm Becker erhielt dafür von den Bürgern den Spitznamen Platten Wilhelm .



