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Laumann und Röttgen versagen beim Mindestlohn

Published in Bundespolitik
20Nov 2011
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Michael Groschek: Laumann und Röttgen versagen beim Mindestlohn


Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD
Zu dem sich abzeichnenden Kompromiss der CDU beim Mindestlohn erklärt Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD:

Die sogenannte allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze der CDU ist ein fauler Kompromiss. Der Fraktionsvorsitzende Karl-Joseph Laumann und der Landesvorsitzende Norbert Röttgen konnten sich mit ihren Vorschlägen zum Bundesparteitag offenbar nicht durchsetzen und sind vor der Kanzlerin eingeknickt. Wer von den Konservativen ein echtes Bekenntnis gegen Niedriglöhne erwartet hat, wird nun wieder einmal bitter enttäuscht.

Die beinahe stündlichen Kurzwechsel von Frau Merkel zeigen darüber hinaus, mit welcher Beliebigkeit die Christdemokraten in dieser zentralen Frage der Arbeitsmarktpolitik unterwegs sind. Die Wischi-Waschi-Lösung der CDU würde zu einem bundesweiten Flickenteppich führen und das Problem des unkontrollierten Lohndumpings nur unzureichend lösen. Der nun mit heißer Nadel gestrickte Kompromiss geht damit an der Realität in vielen Branchen meilenweit vorbei.

Es bleibt dabei: Wir brauchen einen allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Dabei geht es nicht nur um die faire und angemessene Entlohnung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der flächendeckende Mindestlohn ist schlichtweg eine Frage der Menschenwürde. Und nicht zuletzt bedeuten höhere Löhne auch eine stärkere Kaufkraft und höhere Steuereinnahmen.

100 Jahre SPD

1910: Gründung der SPD in Neuenrade. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Partei mit langer Geschichte und guten Traditionen auch in Neuenrade. Schon seit 1910 wirken hier Männer und Frauen der SPD für Demokratie und sozialen Fortschritt.
Handwerksgesellen, die auf ihrer Wanderung durch Deutschland in Neuenrade ansässig geworden waren,gründeten 1910 die SPD Neuenrade. Dies waren Zimmermann Fritz Beys, Schreiner Fritz Korte, Zimmermann Wilhelm Berg und der Bäcker Wilhelm Klüppelberg.  Die Partei zählte bei Ausbruch des 1. Weltkieges im Jahre 1914 schon 17 Mitglieder. Das war beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Stadt Neuenrade zu der damaligen Zeit knapp 2.000 Einwohner zählte. 1920 zog Fritz Beys mit 4 weiteren Sozialdemokraten in das Stadtparlament ein. Zu dieser Zeit wusste er bereits eine gut organisierte Partei hinter sich. 1924 wurde mit Wilhelm Becker (Platten Wilhelm) erstmals ein SPD Politiker Gemeindevorsteher.Unter seiner Leitung wurde 1928 erstmalig eine Abwasserkanalisation verlegt. Auch verschwand das alte Kopfsteinpfl aster auf der Ersten Straße und es wurde ein richtiger Bürgersteig angelegt. Wilhelm Becker erhielt dafür von den Bürgern den Spitznamen Platten Wilhelm .