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Versöhnen statt spalten

Published in Landespolitik
15Jan 2011
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"Versöhnen statt spalten"

Kaum jemand wird so selbstverständlich mit einem Motto identifiziert wie Johannes Rau: "Versöhnen statt spalten" lautete die zentrale Botschaft des Kanzlerkandidaten 1987, die gleichzeitig zum Markenzeichen seines weiteren Lebens wurde. Entstanden ist es vor 25 Jahren, am 16. Dezember 1985, als sich die gesamte Führung der SPD, angereist im Sonderzug D-2577, im westfälischen Ahlen traf.

 

Die (damalige) Bergbaustadt hatten die Sozialdemokraten auch deshalb ausgewählt, weil hier 1947 die CDU ihr "Ahlener Programm" beschlossen hatte.

 

Auch wenn "jede Zeit ihre eigenen Antworten verlangt" (Willy Brandt) ist Raus Motto gleichwohl prägend für viele Mitglieder der SPD geworden, denen es ebenso wie Johannes Rau darum geht, dass der Anspruch an Politik sei, "das Leben jeden Tag ein Stückchen gerechter und menschlicher" zu machen.

 

Wohl auch deshalb verknüpfte er sein Politikverständnis vom "Versöhnen statt spalten" mit der Aussage aus Ernst Blochs Hauptwerk "Prinzip Hoffnung": "Wir sind ins Gelingen verliebt und nicht ins Scheitern."

100 Jahre SPD

1910: Gründung der SPD in Neuenrade. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Partei mit langer Geschichte und guten Traditionen auch in Neuenrade. Schon seit 1910 wirken hier Männer und Frauen der SPD für Demokratie und sozialen Fortschritt.
Handwerksgesellen, die auf ihrer Wanderung durch Deutschland in Neuenrade ansässig geworden waren,gründeten 1910 die SPD Neuenrade. Dies waren Zimmermann Fritz Beys, Schreiner Fritz Korte, Zimmermann Wilhelm Berg und der Bäcker Wilhelm Klüppelberg.  Die Partei zählte bei Ausbruch des 1. Weltkieges im Jahre 1914 schon 17 Mitglieder. Das war beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Stadt Neuenrade zu der damaligen Zeit knapp 2.000 Einwohner zählte. 1920 zog Fritz Beys mit 4 weiteren Sozialdemokraten in das Stadtparlament ein. Zu dieser Zeit wusste er bereits eine gut organisierte Partei hinter sich. 1924 wurde mit Wilhelm Becker (Platten Wilhelm) erstmals ein SPD Politiker Gemeindevorsteher.Unter seiner Leitung wurde 1928 erstmalig eine Abwasserkanalisation verlegt. Auch verschwand das alte Kopfsteinpfl aster auf der Ersten Straße und es wurde ein richtiger Bürgersteig angelegt. Wilhelm Becker erhielt dafür von den Bürgern den Spitznamen Platten Wilhelm .