Nach unten

Innovation für Neuenrade...werden Sie Mitglied einer Partei für Neuenrade.

Berichte 2003

Berichte 2003

Published in SPD Neuenrade
30Jul 2003
PDFDruckenE-Mail

Künftig auf dem Schützenzeltplatz: Skaten und Bolzen

30.07.2003

Neuenrade.  Gleich dreimal hatte sich der Schul- und Sportausschuss der Stadt Neuenrade gestern mit dem Thema Spielplätze in Neuenrade zu beschäftigen. Die Kommunalpolitiker nahmen die Themen jeweils vor Ort in Angriff.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des städtischen Gremiums dafür aus, auf der Niederheide, genau auf dem Platz des Schützenzeltes eine befestigte Fläche zu errichten, auf dem die Neuenrader "Skater" ihren Sport ausüben können - und auch anderen und für andere Aktivitäten soll die asphaltierte Fläche zur Verfügung stehen. Darüber hinaus soll dort eine weitere Fläche entstehen, die als Bolzplatz genutzt werden kann. Die Nutzung als Fläche fürs Schützenzelt soll darduch nicht beinträchtigt werden.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse hatte diesen Vorschlag unterbreitet, nachdem die CDU einen Antrag zum Thema gestellt hatte, der ursprünglich die Freifläche zwischen Jahnhalle und Mixaco-Firmengebäude als "multifunktionale Anlage" (wir berichteten) vorsah. Der modifizierte Vorschlag des Bürgermeisters fand gestern nicht nur die Zustimmung des Antragstellers, sondern auch der übrigen Fraktionen. Das Konzept, zwei unterschiedliche Flächen zu schaffen, sei genau richtig, so Siegfried Teller (SPD) sowie dessen Parteikollegen Rudi Platthaus und Erich Reinert. Teller wies allerdings auch mit Blick auf die Anlieger darauf hin, dass die Lärmemission ein Problem werden könne. Das fand auch Andrea Stork (FDP) und regte an, die Nutzung zeitlich zu begrenzen.

Auswirkungen haben die Niederheidepläne auf eine weiteres Spiel- und Bolzplatzvorhaben. Das in der Südstraße. Hier wird seit Jahren nach einer Möglichkeit gesucht, aber nur wenig Überzeugendes gefunden, dass mit vertretbarem Aufwand realisierbar wäre. Gestern wurde von den dortigen Bolzplatzplänen nahezu endgültig Abstand genommen, da sich die Möglichkeit eröffnet hat, in dem Bereich die große Baulücke durch eine Vereinbarung mit dem Grundstückseigentümer künftig zu schließen. Das sei wichtiger als der Bolzplatz, so die einhellige Meinung mit Hinweis auf die künftige Bolzplatzalternative auf der Niederheide und dem künftigen, vergrößertem Spielplatz auf dem Wall.

Einstimmige Entscheidungen

Zuerst hatte das Thema Spielplatz im Oberen Wemensiepen auf der Tagesordnung gestanden. Hier hatten Anwohner ihre Mithilfe angeboten und beantragt, die bisherige Spielplatzfläche, die eigentlich zur "Stilllegung" vorgesehen ist, weiterhin als Spielplatz zu nutzen und als solche zu verbessern. Diesem Antrag folgte der Ausschuss einstimmig nicht, da noch im kommenden Herbst im Unteren Wemensiepen mit der Errichtung eines größeren Spielplatzes begonnen werden soll, der gut vom Oberen Wemensiepen aus zu erreichen ist. Es wurde gemutmaßt, dass dies den Antragstellern nicht hinreichend bekannt war. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass es in diesem Bereich mehrere Spielplätze gibt.

 
Published in SPD Neuenrade
18Jul 2003
PDFDruckenE-Mail

"Offene Ganztagsschule" zwischen Skepsis und Zustimmung


18.07.2003

Neuenrade. Eine Beschlussfassung stand in dieser Woche nicht an, als sich die Neuenrader Kommunalpolitik daran machte, in einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Sportausschuss sowie Jugend- und Sozialausschuss das Thema "offene Ganztagsschule" zu beleuchten (wir berichteten). Gelegenheit bestand allerdings Grundsätzliches zum Thema loszuwerden.

Insbesondere von Seiten der CDU wurde große Skepsis geäußert. Kreistagsabgeordnete Renate Drangmeister bemängelte, dass vieles an dem Konzept der Landesregierung nicht zuende gedacht sei. Die Schule dürfe nicht zu einer "Verwahranstalt" werden. Ähnliches beinhaltete die Kritik ihres Parteikollegen und CDU-Fraktionschefs Alexander Klinke. Der stellte fest, dass die Frage offene Ganztagsgrundschule auch eine grundsätzliche Frage sei, ob Kinder mehr in der Familie oder in der Schule erzogen werden. Darüber hinaus sah Klinke aber das größte Problem bei den Finanzen auf die Gemeinden zukommen, denn die Finanzierung, so Klinke, würde irgendwann dort ankommen. Doch diese langfristigen Konsequenzen "sagt uns jetzt kein Mensch". Auch FDP-Fraktionschef Volker Listringhaus äußerte "die Befürchtung, dass ein nicht unerheblicher Teil bei uns hängenbleibt".

Die, die dem näher stehen, was im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung vereinbart wurde, sahen dem Vorhaben aufgeschlossener entgegen. SPD-Fraktionschef Jürgen Malkus, der an der Verwaltungsvorlage bemängelte, dass sie zu negativ sei, wies darauf hin, dass die offene Ganztagsschule ein Angebot sei, "dass besonders für Familien gedacht ist, in denen beide arbeiten müssen". Sein Fraktionskollege Rudi Platthaus sah in dem Vorhaben "eine gute Sache", die aber eher für Großstädte in Frage komme. Beide wurden unterstützt von Ralf Gäer (Bündnis90/Grüne), der sich nicht nur in der Ausschussvorlage schlau gemacht hatte: "Die Grundidee scheint mir gut zu sein. Die Bündelung von Betreuung steckt dahinter.

Dass das vorliegende Landeskonzept vor Ort in Neuenrade nicht das Optimum darstellt, darauf wiesen die beiden Grundschulleiterinnen Christa Sacher (Neuenrade) und Christa Pascheberg (Altenaffeln) hin, als sie berichteten, dass die Kollegien der Schulen den Planungen kritisch gegenüberstehen.

Einigkeit bestand am Montag bei allen Sitzungsbeteiligten darüber, dass man am bestehenden Neuenrader Betreuungsangebot festhalten wolle - insbesondere am Hortangebot "SIT" im Jugendzentrum auf der Niederheide, das sowohl beim zeitlichen Betreuungsrahmen, als auch bei den betreuten Altersgruppen weit über das hinausgeht, was die "offene Ganztagsschule", die sich ausschließlich an Grundschulkinder richtet, leisten kann. Einziger Nachteil: Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist begrenzt.

Unterschiedliche Meinungen gab es am Montag darüber, ob auch langfristig die Landeszuschüsse für dieses Neuenrader Betreuungsangebot zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund regte FDP-Fraktionschef Volker Listringhaus an, sich schon jetzt darauf vorzubereiten, wie man die bestehenden Angebote in die Ganztagsschulplanungen integrieren kann.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse freute sich darüber, dass das Neuenrader Betreuungskonzept von allen Seiten anerkannt wird. Manches, was die offene Ganztagsschule wolle, sei bereits vor Ort umgesetzt oder gehe darüber hinaus. Wenn es notwendig werden sollte, soll das bestehende Angebot so gestrickt und gesplegt werden, dass es in ein neues System überführt werden kann, zeigte sich der Bürgermeister am Ende der Sitzung zuversichtlich. Sollten die Schulkonferenzen der beiden Grundschulen Interesse daran haben, zu erfahren, was die Einführung der "offenen Ganztagsschule" koste, werde die Verwaltung auf Antrag dieser Gremien Musterrechnungen erstellen.

Einigkeit bestand in der Sitzung der beiden Fachausschüsse am Montag darüber, dass man sich im kommenden Jahr mit den Erfahrungen beschäftigen will, die andernorts gemacht werden, wo Schulen sich an dem Ganztagsschulprojekt beteiligen (wir berichteten
Dienstag).

 
Published in SPD Neuenrade
18Jul 2003
PDFDruckenE-Mail

Um NRW-politische Themen ging es bei der Mitgliederversammlung der Neuenrader SPD am Freitag: Vor gut 20 Anwesenden im Gasthof "Zur Post" nahm der heimische Landtagsabgeordnete Michael Scheffler Stellung zu den jüngsten Entwicklungen in der Landeshauptstadt.

Kein leichter Job für den Iserlohner, gleichzeitig Vorsitzender des Unterbezirkes Märkischer Kreis. Am Tag, an dem das Scheitern des ehrgeizigen Millionenprojektes "Metrorapid" bekannt wurde, interessierte die Basis natürlich vor allem eins: "Wer hat sich da durchgesetzt - der Finanzminister oder die Grünen?" Scheffler ließ schnell durchscheinen, welche Position er in der Debatte um den Hochgeschwindigkeitszug bezogen hatte. Natürlich seien die finanziellen Belastungen nicht zu verachten gewesen, dennoch: "Dieses Projekt ist zerredet worden." Man könne davon ausgehen, dass sich der grüne Koalitionspartner über die jetzige Entscheidung freuen werde.

Der Unmut der Genossen im Neuenrader Ortsverein war groß. Scheffler erntete allgemeine Zustimmung für den Satz, die Grünen könnten sich nicht zwischen Regierung und Opposition entscheiden. In anderen Problemfeldern, beispielsweise der Flughafenpolitik, erwarte er nun kein Nachgeben von seiner Partei: Es könne nicht angehen, dass Nordrhein-Westfalen für internationale Flüge erst nach Frankfurt oder Amsterdam müssten. "Das hat auch etwas mit Standortpolitik zu tun!" Für den Fall, dass man sich hier mit den Grünen nicht mehr einig werde, ließ Scheffler eine Alternative durchschimmern: "Es gab auch schon erfolgreiche sozialliberale Landesregierungen!"

Angesichts der Debatte um Subventionskürzungen nahm der Abgeordnete die Bergarbeiter im Ruhrgebiet in Schutz, die bereits "unheimliche Beiträge" zum Strukturwandel geleistet hätten. Vielmehr müsse die Haushaltsfinanzierung, insbesondere auf kommunaler Ebene, nun auf "breitere Schultern" verteilt werden - indem beispielsweise die Gewerbesteuer für jeden gelte, der von der Infrastruktur vor Ort profitiere. Der Meisterbrief wurde am Freitag als "alter Ständezopf" bezeichnet, der auf den Prüfstand gehöre: Dies würde unter anderem vielen Handwerksbetrieben die Suche nach einem Nachfolger erleichtern.

Große Einigkeit gab es beim Stichwort Bildungspolitik: Das Konzept einer Ganztagsgrundschule sowie die Initiative "verlässliche Schule", die Neueinstellungen im Schulwesen erleichtern und Unterrichtsausfall verhindern soll, überzeugten den Großteil der Anwesenden. Die Tatsache, dass Ganztagsschule in Großstädten wie Köln oder Düsseldorf derzeit eher selten sind, überraschte Michael Scheffler nicht sonderlich: "Städte, die schwarz regiert sind, wollen keine Erfolge der Landesregierung."

Um die Jugend kümmert sich demnächst auch die Neuenrader SPD: Wie ihr Vorsitzender Uwe Loske am Freitag bekannt gab, wurde die Juso-AG Plettenberg im vergangenen Monat um den Bezirk Neuenrade erweitert. Unter dem Namen "Plettenberg-Neuenrade" wollten die Jungsozialisten nun auch in der Hönnestadt aktiv werden und junge Unterstützer für die Politik der SPD finden. Deren Details sollen in Zukunft auch online abrufbar sein: Mit seinem neuen Pressesprecher Peter Müller, den die Versammlung bei fünf Gegenstimmen ins Amt wählte, will der Ortsverein demnächst auch "weltweit" Präsenz zeigen.

   

100 Jahre SPD

1910: Gründung der SPD in Neuenrade. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist eine Partei mit langer Geschichte und guten Traditionen auch in Neuenrade. Schon seit 1910 wirken hier Männer und Frauen der SPD für Demokratie und sozialen Fortschritt.
Handwerksgesellen, die auf ihrer Wanderung durch Deutschland in Neuenrade ansässig geworden waren,gründeten 1910 die SPD Neuenrade. Dies waren Zimmermann Fritz Beys, Schreiner Fritz Korte, Zimmermann Wilhelm Berg und der Bäcker Wilhelm Klüppelberg.  Die Partei zählte bei Ausbruch des 1. Weltkieges im Jahre 1914 schon 17 Mitglieder. Das war beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Stadt Neuenrade zu der damaligen Zeit knapp 2.000 Einwohner zählte. 1920 zog Fritz Beys mit 4 weiteren Sozialdemokraten in das Stadtparlament ein. Zu dieser Zeit wusste er bereits eine gut organisierte Partei hinter sich. 1924 wurde mit Wilhelm Becker (Platten Wilhelm) erstmals ein SPD Politiker Gemeindevorsteher.Unter seiner Leitung wurde 1928 erstmalig eine Abwasserkanalisation verlegt. Auch verschwand das alte Kopfsteinpfl aster auf der Ersten Straße und es wurde ein richtiger Bürgersteig angelegt. Wilhelm Becker erhielt dafür von den Bürgern den Spitznamen Platten Wilhelm .